Mittwoch, 28. August 2013

Die neuen Atheisten

 Die Bemühungen zur Abschaffung tradierter Werte nehmen immer aggressivere Formen an. Wenn es etwa um die Verunglimpfung von Christen- und Brauchtum geht, ist jedes Mittel recht. 
Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass Bücher geschrieben werden, die mit einigen Übertreibungen aufräumen, die in der Gesellschaft mit Blick auf angebliche und reale Verfehlungen des Christentums verbreitet sind.
Die Urheber sind nicht atheistische Humanisten, Menschenfreunde, oder Nihilisten und Pantheisten, die sich den Kampf gegen jedweden Glauben auf die Fahnen geschrieben haben.
Prof. John Lennox

Es stellt sich vielmehr eine weitere Gruppe auf, die „neuen“ Atheisten. Sie führen einen radikalen Atheismus an, der, so der irische Professor für Mathematik in Oxford, John Lennox  in seiner Aggression bisher dagewesenes weit übertrifft.
Im Folgenden soll nicht darüber hinweg gesehen werden, wie weit der Glaubensabfall bereits fortgeschritten und wie vehement er (indirekt) selbst von Kirchenvertretern begrüßt wird.

Nach Professor Lennox ist blinder Glaube gefährlich.
Doch, so sagt er, bedeutet es nicht, dass jeder Glaube ein blinder Glaube ist und liefert eine nachvollziehbare Analyse.
In seinem 4-stündigen Vortrag auf Deutsch in Salzburg über den neuen Atheismus und seinen Vertreter Richard Dawkins kommt er zu der Auffassung, dass das atheistische Gedankengebäude sich innerhalb eines subjektiven Sichtkreises erklärt, und so quasi mit gänzlich "falschen Zahlen" rechnet.
Es stellt sich heraus, dass dabei weder schlüssig noch wissenschaftlich einwandfrei argumentiert wird. Unter wissenschaftlichen Voraussetzungen, wie sie Lennox fordert, fällt das Gebäude in sich zusammen wie ein Kartenhaus.
Richard Dawkins, der so viel Aufsehen erregte 
mit seinem Buch „Der Gotteswahn“, ist  
zusammen mit Christopher Hitchens und 
John Lennox weltweit in Streitgesprächen zu sehen.
Es wäre vermessen, den gesamten Vortrag hier behandeln zu wollen, weshalb nur ein kleiner Ausschnitt für einen Einblick in die Kontroverse genügen soll.
Der Professor macht einige Vorbemerkungen, bevor er den eigentlichen Zusammenhang herstellt , wenn er schließlich die elementare Gottes-Frage mit Hilfe der naturwissenschaftlichen Analyse in der Molekularbiologie stellt.


Er referiert im Kern über metaphysische Fragen, also auch über die nach der Existenz Gottes, doch stellt er zunächst die generelle Herangehensweise der Atheisten vor, um sie mit der seinen zu vergleichen. 
Diesen Teil möchte ich hier wörtlich wiedergeben.
Der folgende Ausschnitt findet sich etwa 30min nach Beginn Prof. Lennox´ Referats. Er zitiert aus Richard Dawkin´s Buch "Der Gotteswahn" dessen Feststellung über Religion.
[Minute 34:20]
Lennox:
"Eine der schlechtesten Auswirkungen der Religion ist, dass sie uns lehrt, zufrieden zu sein, ohne zu verstehen."
Für Dawkins und andere Atheisten ist Glauben also das , was man auch als "blinder Glaube" beschreiben könnte.
Blinder Glaube ist gefährlich.
Er ist sogar sehr gefährlich, sowie er mit einer totalitären und tyrannisierenden, politischen Macht gekoppelt ist.
Die Frage, auf die Dawkins jedoch nicht eingeht, lautet:
Ist aller Glaube blind?
Hier machen die neuen Atheisten meiner Ansicht nach zwei sich widersprechende Fehler:
1.) Sie glauben, dass jeder Glaube im religiösen Bereich blind - und daher gefährlich ist.
2.) Sie gehen davon aus, dass Glaube in der Naturwissenschaft nicht vorkommt.
Beides ist falsch.
Ich kann hier nur als Christ sprechen, und ich kann Ihnen sagen, das der christliche Glaube eben kein blinder Glaube ist, im Gegenteil.
Wenn wir etwas untersuchen, müssen wir zunächst einmal sehen, welches die Grundaussagen sind. So lesen wir etwa im Neuen Testament, dass Glaube eine fundierte Reaktion auf Tatsachen ist.
Zum Beispiel am Ende der Jesus-Biographie von Johannes, dem sogenannten 4. Evangelium, in dem es heißt, dass Jesus noch viele andere Dinge gesagt und getan hat, die nicht beschrieben wurden, aber diese Dinge wurden aufgeschrieben, "damit ihr glaubt", dass Jesus der "Sohn Gottes , der Messias ist, und dass ihr Leben in seinem Namen haben könnt." Das heißt, hier sind die Tatsachen, worauf ein Glaube aufgebaut werden kann.
Das Problem mit dem Wort "glauben" oder “believe" im Englischen ist, dass immer eine Frage dahinter steht, nämlich was die Grundlage dieses Glaubens ist.
"Ich glaube, ich habe Prof Lennox letzte Woche in New York gesehen"  WAS sind die Gründe dafür? oder:
"Ich glaube, dass der FC Bayern den Pokal gewinnen wird" : 
WAS ist der Grund?
Das ist eine berechtigte Frage, wie auch Dawkins bestätigt, und er hat damit recht:
Wir müssen immer die Frage stellen, was die Indizien, was die Belege dafür sind. Entscheidend dabei ist die Tatsache, dass das Neue Testament - und das ist Kern des christlichen Glaubens - zumindest erwartet, dass wir diese Frage stellen.
 Dass heißt, wir sind NICHT zufrieden mit einem blinden Glauben, sondern wir stellen die Frage, was die Basis ist. Und die Kernbasis ist im Neuen Testament vorgegeben als geschichtliche Tatsache, nämlich dass Jesus Christus auferstanden ist. Ich möchte im Moment nicht näher darauf eingehen, sondern vielmehr damit hervorheben, und das ist hier entscheidend, dass die neuen Atheisten ein total falsches Verständnis von Glauben haben:
Dawkins meint, dass Glaube nichts mit Belegen zu tun hätte, worauf ich ihn einmal öffentlich direkt gefragt habe, ob er Vertrauen in seine Frau hat! 

Er hat sofort geantwortet, er hätte durchaus dieses oder jenes Indiz sowie ein paar andere, die darauf hindeuten, dass seine Frau ihn liebt.
"Dann hast du also doch einen fundierten Glauben!" sagte ich, aber er meinte, das sei nicht glauben.
Aber das genau ist es eben doch!
Und das führt uns zu einem nächsten Punkt, der für unsere Sicht auf die gesamte Thematik wichtig ist:
Dawkins erklärt, wie wir Gott behandeln sollen, nämlich als Objekt der Naturwissenschaft. Das heißt, wir dürfen Fragen naturwissenschaftlicher Art über Gott stellen. Soweit hat diese Betrachtungsweise ihre Berechtigung, zugegeben.
Ich habe ihm gesagt: Gut, wir dürfen das sicherlich, doch Richard, weißt du was, ich werde die naturwissenschaftliche Methode auch auf DICH anwenden!
Ich würde einen Superscanner benutzen, um dein Gehirn zu beleuchten, und ich könnte dadurch sehr viel über dein Gehirn lernen. Aber dadurch würde ich dich nicht als Person kennenlernen.

Denn du bist nicht nur Objekt der naturwissenschaftlichen Forschung, sondern du bist ein Subjekt. Dass heißt, du bist eine Person. Und ich kann dich nur als Person kennenlernen, wenn du dich als Person offenbarst.
Dass heißt, auch wenn wir an unsere naturwissenschaftlichen Methoden denken, müssen wir berücksichtigen, dass niemand behauptet, dass Gott bloß ein Objekt naturwissenschaftlicher Forschung ist.
Gott ist das große SUBJEKT. Die Frage für alle Subjekte ist die: Haben sie sich geoffenbart?
Und natürlich, das ist wieder ein Kernbestandteil der christlichen Lehre, dass Gott sich geoffenbart hat, zunächst einmal im Universum, in der Natur, und vor allem in seinem Sohn Jesus Christus.
  Interessant scheint mir, das Richard Dawkins trotzdem erkennt, dass Glaube auf Indizien beruhen muss, aber ich kann seiner Logik nicht folgen. Das hat eine sehr verheerende Wirkung. Es ist sehr leicht, Glauben abzutun, indem man sagt, Glaube interessiert mich nicht, weil er bedeutet, dass es keine Indizien gibt.
Das hat zur Folge, dass wenn jemand wie ich meint, Indizien zu haben, die Atheisten nicht bereit sind zuzuhören, weil es per Definition keine Indizien geben kann. Weil Glaube für sie glauben an eine Fiktion bedeutet.
Das ist klug, aber es ist sehr verfehlt. Wir erkennen dies daran, dass die neuen Atheisten Behauptungen aufstellen, die nicht naturwissenschaftlich sind:
In seinem Buch "Der Gotteswahn" behauptet Dawkins, dass für Wissenschaftler, also den akademischen Bereich, die bloße Existenz von Jesus in Frage gestellt sei. Er zitiert dazu eine Quelle eines Professors in London, der behauptete, dass Jesus nicht existiert hat. Was er in seinem Buch jedoch nicht erwähnt, ist, dass dieser Professor ein Professor für deutsche Literatur ist! Darüber habe ich mit ihm in Oxford auch öffentlich gesprochen.
Warum wurden die Quellen nicht untersucht?
Da ich kein Alt-Historiker bin, habe ich mit den Alt-Historikern gesprochen, weltweit. Doch was ich feststellen musste war, dass es keinen Wissenschaftler gibt, der die Existenz von Jesus leugnet..
Wie ist das möglich?
In der Welt, in der ich arbeite, ist genau das das Verbrechen Nummer eins! Wenn man etwas zitiert, um eine Behauptung zu belegen, MUSS man die besten Experten konsultieren.
Doch das taten sie nicht.
Ich möchte eine kleine Anekdote erzählen: 
Ich saß in einem australischen Restaurant mit dem Physiker Viktor Stenger, der ein Buch gegen Gott geschrieben hat und der bemerkte, dass Jesus nicht existiert hätte. "Oh, woher wissen Sie das?" Stenger antwortete, es gäbe da einen Professor in London! Was Stenger jedoch nicht wusste, war, dass ich Dawkins Buch auch gelesen hatte. Bei uns am Tisch saß ein sehr erfahrener Alt- Historiker. Er schwieg eine zeit-lang, bis er sich einmischte und sagte: "Herr Stenger, das ist nicht richtig." "Doch", meinte Stenger, "es gibt einen Professor in London." "Ich weiß," sagte ich, "aber es ist ein Professor für deutsche Literatur!"
Es ist geradezu faszinierend, dass sie nicht bereit sind, die Geschichte zu kontrollieren. Und ich kann Ihnen versichern, das geschieht nicht nur einmal, sondern gleich mehrmals in diesem Buch.
Meine Freunde, die Alt-Historiker sagen - und nicht, dass Sie denken, es seien alles gläubige Christen, ganz im Gegenteil, Skeptiker, die größten Atheisten unter ihnen, doch alle sagen, Dawkins oder Hitchens hätten "total Unrecht!"
Das ist ein wichtiges Zeichen." (....) 

 
Prof. Lennox führt nun aus, dass Kriege im Namen des Christentums nicht mit der Legitimation Jesu geführt worden waren. - Er schäme sich persönlich dafür, dass der Name Jesus in Verbindung mit Krieg und Gewalt in Zusammenhang gebracht würde. Deshalb, weil Jesus das alles verboten hätte.

Ihm falle auf, dass die neuen Atheisten heute den Christen dieselben Vorwürfe machen, die damals Jesus vorgeworfen wurden, ein Aufwiegler, ein Unfriedenstifter zu sein. Deswegen wollte der römische Gouverneur Pilatus genau wissen, was an der Sache dran sei. Doch der erkannte bei dem Verhör, dass Jesus keine Bedrohung für das römische Reich war.

Lennox fährt fort:
"Das ist nun wichtig zu wissen, dass Jesus Gewalt verboten hat, und warum er sie verboten hat. Seine Botschaft handelt von Wahrheit, Liebe, Vergebung und davon, dass man die Wahrheit nicht mit Gewalt weiterbringen kann, wie uns das die Geschichte sehr eindeutig lehrt.
 So sollten die neuen Atheisten eigentlich BEGRÜSSEN, was Jesus hier zu sagen hat, anstatt zu klagen.
Das ist der erste Punkt.
Der zweite ist, dass in den Publikationen der neuen Atheisten kein gutes Wort über Religion gesagt wird, und über das Christentum insbesondere .
Alles ist wird schlecht gemacht.
Jürgen Habermas, der sich selbst als Atheist beschreibt, hat neulich in einem faszinierenden Buch "Übergänge" erwähnt, dass wenn wir an Europa denken, an unsere Rechtsgebung, unser Bildungssystem, unsere Kunst, unsere Kultur, unsere Werte, unsere Ethik, einzig das Christentum war, das dazu als Grundlage diente, und wir keine weiteren Optionen hätten. Alles andere sei postmodernes Geschwätz.
Jesus
Das ist eine gewaltige Aussage eines Jürgen Habermas. Er sagt uns damit, dass alle guten Dinge und Werte aus der einen Wurzel, nämlich der des Christentums stammen, inklusive das Recht und die Freiheit, die die neuen Atheisten genießen, um ihre Lehre öffentlich zu machen. Es ist genauso meine Freiheit.
Aber: kein gutes Wort.
Totales Schweigen. Die andere Seite ist:  Wenn John Lennon singt:
" Imagine a wold without religion!", möchte ich – John LennoX, (!) einen anderen Text vorschlagen:
 "Imagine a world without atheism!" :
Stell dir eine Welt ohne Atheismus vor, ohne Stalin, ohne Pol Pot, ohne Mao - ohne aber-Millionen von Toten-
 Kein Wort von so einer Welt in den Büchern der neuen Atheisten! Stattdessen solche wie dieses von Dawkins :
"Ich kann mir keinen Atheisten vorstellen, der bereit wäre, einen Dom zu vernichten."
Hat er Russland nie besucht?
DDR Plakat
Als ich neulich in Polen einen Vortrag darüber gehalten und das zitiert habe, haben alle dort anwesenden Professoren angefangen zu lachen: "Schicken Sie ihn zu uns!" riefen sie.
So viele leere Domplätze habe ich in Russland besucht, wo Stalin die Dome entweder vernichtet oder zu einem Museum des Atheismus umgebaut hat. Aber Dawkins kann sich so etwas nicht vorstellen. Das heißt, hier ist die Strategie:
Die Strategie ist, Religion total schlecht zu machen, und auf der anderen Seite Atheismus total zu schonen.
Beides ist falsch, und beides hängt zusammen mit dem fehlerhaften Verständnis der Geschichte. Ich erwartete von Dawkins, gegen die Theologie zu sein, was ich aber nicht erwartet habe, ist, dass er gegen die Geschichte ist, und das ist eine äußerst gefährliche Tendenz.
Sie wollen offensichtlich nicht, dass wir 2 und 2 zusammenzählen, und für sie ist Atheismus nicht gefährlich...."
(Als Nächstes stellt Prof Lennox bei Minute 55:18 die Frage: Wie kann ein negativer Begriff Konsequenzen haben? )
Hier endet der Auszug des Vortrags, der sich übrigens lohnt, in seiner ganzen Länge aufmerksam verfolgt zu werden, denn Herr Prof. Lennox steigt ab hier erst richtig in die Thematik ein. 

 *
Es ist nicht liberaler Atheismus, der Glauben zwar belächelt, aber dennoch toleriert, sondern neuerdings der radikale Atheismus, der allein die Macht erringen und über allem stehen will. Es ist ein geradezu feindliches Gebaren, das der neue Atheismus an den Tag legt, so als ob Christen eine Bedrohung darstellen würden.
Der große Kampf des neuen, radikalen Atheismus als der Vater des Sozialismus gegen die bereits im freien Fall befindliche, europäische Werteordnung, verwandt mit allen jenen Kräften, die das Christentum aus Prinzip ablehnen, es aber nicht dabei belassen können.

Vielmehr soll es aufhören zu existieren, soll so weit wie möglich von der Gesellschaft abgetrennt und verbannt werden. Die Anfeindungen sind immens.
Zwar deckt Prof. Lennox auf, geht aber nicht direkt auf die Tatsache ein, dass Denker wie Dawkins im Grunde gar kein wissenschaftliches Interesse antreibt, sondern ein ideologisches. Man könnte meinen, als ob sie sich große Mühe geben würden in dem Versuch, einen Irrtum zu beweisen, weil ihnen die Wahrheit zuwider ist.
 Diese Intention ist unehrlich.
Weder ein Wissenschaftler noch ein Philosoph verdient die Bezeichnung, der eine derartige Triebfeder hat. Es ist dieselbe ideologische Triebfeder, die man mit der Meinungshoheit der politischen Medien teilt.
In ihrer Begründung, die sie übrigens wenig publizieren, wollen die neuen Atheisten ein Christentum ausmachen, das schädlich für den Menschen sei, da es stets einen Unterwürfigen heranzüchtet, der autoritäres und damit rassistisches Gebaren an seine Nachkommen weitergibt und sich so in der Weltordnung als unvorteilhaft erweist. ( siehe Frankfurter Schule)
Vor dem Hintergrund der weltweit organisierten Diskreditierung des Christentums handelt es sich bei dieser These doch eher um eine theoretische Konstruktion, wie es etwa auch die Genderforschung ist. Auch sie wurde ohne weiteres zur Allgemeingültigkeit erhoben, obwohl sie nicht mehr als eine These ist, die inzwischen als widerlegt gilt.
 Um genau zu sein: Es wird scheinargumentiert und diskreditiert, was das Zeug hält. So werden auch Dawkins und seine Kollegen weitflächig als die Wahrheitsbesitzer schlechthin gefeiert.

Die Gesellschaft geradeaus auf dem Weg zu einer gottlosen Gesellschaft, die Kirche fundamental geschwächt, das Wertegerüst von Beliebigkeit gezeichnet? Niemand hat behauptet, Christen wären makellos, aber ohne deren Einfluss würde
die Erde durch Anarchie vollends in Blut versinken. Durch den Wertverfall, den auch der Humanismus nicht aufhalten konnte, ist die Welt bisher jedenfalls nicht besser geworden. 

Christus ist nicht Mensch geworden, um uns zu zeigen, wie wir ein Gesellschaftssystem entwickeln sollen, aber er liefert wichtige Hinweise auf ein Menschenbild, das sich dazu bestens eignet.
 

Allen Anfeindungen zum Trotz: 
Erfahrene Soziologen sind davon überzeugt, dass es eine gottlose Gesellschaft ohne Unfreiheit, Sklaverei und Gewalt letztendlich gar nicht geben kann. In einer säkularisierten Welt mag sich das intergalaktisch anmuten. Man muss aber kein Christ sein, um anzuerkennen, dass das Christentum in Europa die einzige in Frage kommende Basis für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ist, die die Grundpfeiler der freien Gesellschaft sind. 

Es bleibt noch immer die Frage, woraus die radikale Aggressivität der neuen Atheisten eigentlich ihre unerschöpfliche Energie bezieht? Wie sich dieser fundamentale Hass erklärt? 

Man lässt Wertgegenstände nicht einfach irgendwo liegen in der Hoffnung, sie würden von niemandem gestohlen. Man kann eben niemandem trauen. Auch auf Reißbrettern konstruierten Ideologien zur Bildung einer Gesellschaft nicht.


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