Die Bemühungen zur Abschaffung tradierter Werte nehmen immer aggressivere
Formen an. Wenn es etwa um die Verunglimpfung von Christen- und Brauchtum geht, ist jedes
Mittel recht.
Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass Bücher geschrieben werden, die mit einigen Übertreibungen aufräumen, die in der Gesellschaft mit Blick auf angebliche und reale Verfehlungen des Christentums verbreitet sind.
Ein Beispiel dafür ist die Tatsache, dass Bücher geschrieben werden, die mit einigen Übertreibungen aufräumen, die in der Gesellschaft mit Blick auf angebliche und reale Verfehlungen des Christentums verbreitet sind.
Die Urheber sind nicht atheistische Humanisten,
Menschenfreunde, oder Nihilisten und Pantheisten, die sich den Kampf gegen jedweden Glauben auf die Fahnen geschrieben haben.
Es stellt sich vielmehr eine weitere Gruppe auf, die „neuen“ Atheisten. Sie führen einen radikalen Atheismus an, der, so der irische Professor für Mathematik in Oxford, John Lennox in seiner Aggression bisher dagewesenes weit übertrifft.
Im
Folgenden soll nicht darüber hinweg gesehen werden, wie weit der Glaubensabfall bereits fortgeschritten und wie vehement er (indirekt) selbst von
Kirchenvertretern begrüßt wird.![]() |
| Prof. John Lennox |
Es stellt sich vielmehr eine weitere Gruppe auf, die „neuen“ Atheisten. Sie führen einen radikalen Atheismus an, der, so der irische Professor für Mathematik in Oxford, John Lennox in seiner Aggression bisher dagewesenes weit übertrifft.
Nach Professor Lennox ist blinder Glaube gefährlich.
Doch,
so sagt er, bedeutet es nicht, dass jeder Glaube ein blinder Glaube
ist und liefert eine nachvollziehbare Analyse.
In seinem 4-stündigen Vortrag auf Deutsch in Salzburg über
den neuen Atheismus und seinen Vertreter Richard Dawkins kommt er zu
der Auffassung, dass das atheistische Gedankengebäude sich innerhalb
eines subjektiven Sichtkreises erklärt, und so quasi mit gänzlich
"falschen Zahlen" rechnet.
Es
stellt sich heraus, dass dabei weder schlüssig noch wissenschaftlich
einwandfrei argumentiert wird. Unter wissenschaftlichen
Voraussetzungen, wie sie Lennox fordert, fällt das Gebäude in sich
zusammen wie ein Kartenhaus.
![]() |
| Richard
Dawkins, der so viel Aufsehen erregte mit seinem Buch „Der Gotteswahn“, ist zusammen mit Christopher Hitchens und John Lennox weltweit in Streitgesprächen zu sehen. |
Der
Professor macht einige Vorbemerkungen, bevor er den
eigentlichen Zusammenhang herstellt , wenn er schließlich die
elementare Gottes-Frage mit Hilfe der naturwissenschaftlichen Analyse in der
Molekularbiologie stellt.
Er referiert im Kern über metaphysische Fragen, also auch über die nach der Existenz Gottes, doch stellt er zunächst die generelle Herangehensweise der Atheisten vor, um sie mit der seinen zu vergleichen.
Diesen Teil möchte ich hier wörtlich wiedergeben.
Er referiert im Kern über metaphysische Fragen, also auch über die nach der Existenz Gottes, doch stellt er zunächst die generelle Herangehensweise der Atheisten vor, um sie mit der seinen zu vergleichen.
Diesen Teil möchte ich hier wörtlich wiedergeben.
Der
folgende Ausschnitt findet sich etwa 30min nach Beginn Prof. Lennox´
Referats. Er zitiert aus Richard Dawkin´s Buch "Der Gotteswahn"
dessen Feststellung über Religion.
[Minute
34:20]
Lennox:
"Eine
der schlechtesten Auswirkungen der Religion ist, dass sie uns lehrt,
zufrieden zu sein, ohne zu verstehen."
Für
Dawkins und andere Atheisten ist Glauben also das , was man auch als
"blinder Glaube" beschreiben könnte.
Blinder Glaube ist
gefährlich.
Er
ist sogar sehr gefährlich, sowie er mit einer totalitären und
tyrannisierenden, politischen Macht gekoppelt ist.
Die
Frage, auf die Dawkins jedoch nicht eingeht, lautet:
Ist
aller
Glaube
blind?
Hier
machen die neuen Atheisten meiner Ansicht nach zwei sich
widersprechende Fehler:
1.)
Sie glauben, dass jeder
Glaube
im religiösen Bereich blind - und daher gefährlich ist.
2.)
Sie gehen davon aus, dass Glaube in der Naturwissenschaft nicht
vorkommt.
Beides
ist falsch.
Ich
kann hier nur als Christ sprechen, und ich kann Ihnen sagen, das der
christliche Glaube eben kein blinder Glaube ist, im Gegenteil.
Wenn
wir etwas untersuchen, müssen wir zunächst einmal sehen, welches
die Grundaussagen sind. So lesen wir etwa im Neuen Testament, dass
Glaube eine fundierte Reaktion auf Tatsachen ist.
Zum
Beispiel am Ende der Jesus-Biographie von Johannes, dem sogenannten
4. Evangelium, in dem es heißt, dass Jesus noch viele andere Dinge
gesagt und getan hat, die nicht beschrieben wurden, aber diese Dinge
wurden aufgeschrieben, "damit
ihr glaubt", dass Jesus der "Sohn Gottes , der Messias ist,
und dass ihr Leben in seinem Namen haben könnt."
Das
heißt, hier sind die Tatsachen, worauf ein Glaube aufgebaut werden
kann.
Das
Problem mit dem Wort "glauben" oder “believe" im
Englischen ist, dass immer eine Frage dahinter steht, nämlich was die
Grundlage dieses Glaubens ist.
"Ich
glaube, ich habe Prof Lennox letzte Woche in New York gesehen"
WAS
sind die Gründe dafür? oder:
"Ich
glaube, dass der FC Bayern den Pokal gewinnen wird"
:
WAS ist der Grund?
WAS ist der Grund?
Das
ist eine berechtigte Frage, wie auch Dawkins bestätigt, und er hat
damit recht:
Wir
müssen immer die Frage stellen, was die Indizien, was die Belege
dafür sind. Entscheidend dabei ist die Tatsache, dass das Neue
Testament - und das ist Kern des christlichen Glaubens - zumindest
erwartet,
dass wir diese Frage stellen.
Dass
heißt, wir sind NICHT zufrieden mit einem blinden Glauben, sondern
wir stellen die Frage, was die Basis ist. Und die Kernbasis ist im
Neuen Testament vorgegeben als geschichtliche Tatsache, nämlich dass
Jesus Christus auferstanden ist. Ich möchte im Moment nicht näher
darauf eingehen, sondern vielmehr damit hervorheben, und das ist hier
entscheidend, dass die neuen Atheisten ein total falsches Verständnis
von Glauben haben:
Dawkins
meint, dass Glaube nichts mit Belegen zu tun hätte, worauf ich ihn
einmal öffentlich direkt gefragt habe, ob er Vertrauen in seine Frau
hat!
Er hat sofort geantwortet, er hätte durchaus dieses oder jenes Indiz sowie ein paar andere, die darauf hindeuten, dass seine Frau ihn liebt.
Er hat sofort geantwortet, er hätte durchaus dieses oder jenes Indiz sowie ein paar andere, die darauf hindeuten, dass seine Frau ihn liebt.
"Dann
hast du also doch einen fundierten Glauben!" sagte ich, aber
er meinte, das sei nicht glauben.
Aber
das genau ist es eben doch!
Und
das führt uns zu einem nächsten Punkt, der für unsere Sicht auf
die gesamte Thematik wichtig ist:
Dawkins
erklärt, wie wir Gott behandeln sollen, nämlich als Objekt der
Naturwissenschaft. Das heißt, wir dürfen Fragen
naturwissenschaftlicher Art über Gott stellen. Soweit hat diese
Betrachtungsweise ihre Berechtigung, zugegeben.
Ich
habe ihm gesagt: Gut, wir dürfen das sicherlich,
doch Richard, weißt du was, ich werde die naturwissenschaftliche
Methode auch auf DICH anwenden!
Ich
würde einen Superscanner benutzen, um dein Gehirn zu beleuchten, und
ich könnte dadurch sehr viel über dein Gehirn lernen. Aber dadurch
würde ich dich nicht
als Person kennenlernen.
Denn du bist nicht nur Objekt der naturwissenschaftlichen Forschung, sondern du bist ein Subjekt. Dass heißt, du bist eine Person. Und ich kann dich nur als Person kennenlernen, wenn du dich als Person offenbarst.
Dass
heißt, auch wenn wir an unsere naturwissenschaftlichen Methoden
denken, müssen wir berücksichtigen, dass niemand behauptet, dass
Gott bloß ein Objekt naturwissenschaftlicher Forschung ist.
Gott
ist das große SUBJEKT. Die Frage für alle Subjekte ist die: Haben
sie sich geoffenbart?
Und
natürlich, das ist wieder ein Kernbestandteil der christlichen
Lehre, dass Gott sich geoffenbart hat, zunächst einmal im Universum,
in der Natur, und vor allem in seinem Sohn Jesus Christus.
Interessant
scheint mir, das Richard Dawkins trotzdem erkennt, dass Glaube auf
Indizien beruhen muss, aber ich kann seiner Logik nicht folgen. Das
hat eine sehr verheerende Wirkung. Es ist sehr leicht, Glauben
abzutun, indem man sagt, Glaube interessiert mich nicht, weil er
bedeutet, dass es keine Indizien gibt.
Das
hat zur Folge, dass wenn jemand wie ich meint, Indizien zu haben, die
Atheisten nicht bereit sind zuzuhören, weil es per Definition keine
Indizien geben kann. Weil Glaube für sie glauben an eine Fiktion
bedeutet.
Das
ist klug, aber es ist sehr verfehlt. Wir erkennen dies daran, dass
die neuen Atheisten Behauptungen aufstellen, die nicht
naturwissenschaftlich sind:
In
seinem Buch "Der Gotteswahn" behauptet Dawkins, dass für
Wissenschaftler, also den akademischen Bereich, die bloße Existenz
von Jesus in Frage gestellt sei. Er zitiert dazu eine Quelle eines
Professors in London, der behauptete, dass Jesus nicht existiert hat.
Was er in seinem Buch jedoch nicht erwähnt, ist, dass dieser
Professor ein Professor
für deutsche Literatur ist! Darüber
habe ich mit ihm in Oxford auch öffentlich gesprochen.
Warum
wurden die Quellen nicht untersucht?
Da
ich kein Alt-Historiker bin, habe ich mit den Alt-Historikern
gesprochen, weltweit. Doch was ich feststellen musste war, dass es
keinen Wissenschaftler gibt, der die Existenz von Jesus leugnet..
Wie
ist das möglich?
In
der Welt, in der ich arbeite, ist genau das das Verbrechen Nummer
eins! Wenn man etwas zitiert, um eine Behauptung zu belegen, MUSS man
die besten Experten konsultieren.
Doch
das taten sie nicht.
Ich
möchte eine kleine Anekdote erzählen:
Ich saß in einem australischen Restaurant mit dem Physiker Viktor Stenger, der ein Buch gegen Gott geschrieben hat und der bemerkte, dass Jesus nicht existiert hätte. "Oh, woher wissen Sie das?" Stenger antwortete, es gäbe da einen Professor in London! Was Stenger jedoch nicht wusste, war, dass ich Dawkins Buch auch gelesen hatte. Bei uns am Tisch saß ein sehr erfahrener Alt- Historiker. Er schwieg eine zeit-lang, bis er sich einmischte und sagte: "Herr Stenger, das ist nicht richtig." "Doch", meinte Stenger, "es gibt einen Professor in London." "Ich weiß," sagte ich, "aber es ist ein Professor für deutsche Literatur!"
Ich saß in einem australischen Restaurant mit dem Physiker Viktor Stenger, der ein Buch gegen Gott geschrieben hat und der bemerkte, dass Jesus nicht existiert hätte. "Oh, woher wissen Sie das?" Stenger antwortete, es gäbe da einen Professor in London! Was Stenger jedoch nicht wusste, war, dass ich Dawkins Buch auch gelesen hatte. Bei uns am Tisch saß ein sehr erfahrener Alt- Historiker. Er schwieg eine zeit-lang, bis er sich einmischte und sagte: "Herr Stenger, das ist nicht richtig." "Doch", meinte Stenger, "es gibt einen Professor in London." "Ich weiß," sagte ich, "aber es ist ein Professor für deutsche Literatur!"
Es
ist geradezu faszinierend, dass sie nicht bereit sind, die Geschichte
zu kontrollieren. Und ich kann Ihnen versichern, das geschieht nicht
nur einmal, sondern gleich mehrmals in diesem Buch.
Meine
Freunde, die Alt-Historiker sagen - und nicht, dass Sie denken, es
seien alles gläubige Christen, ganz im Gegenteil, Skeptiker, die
größten Atheisten unter ihnen, doch alle sagen, Dawkins oder
Hitchens hätten "total Unrecht!"
Das
ist ein wichtiges Zeichen." (....)
Prof.
Lennox führt nun aus, dass Kriege im Namen des Christentums nicht
mit der Legitimation Jesu geführt worden waren. - Er schäme
sich persönlich dafür, dass der Name Jesus in Verbindung mit Krieg
und Gewalt in Zusammenhang gebracht würde. Deshalb, weil Jesus das
alles verboten hätte.
Ihm falle auf, dass die neuen Atheisten heute den Christen dieselben Vorwürfe machen, die damals Jesus vorgeworfen wurden, ein Aufwiegler, ein Unfriedenstifter zu sein. Deswegen wollte der römische Gouverneur Pilatus genau wissen, was an der Sache dran sei. Doch der erkannte bei dem Verhör, dass Jesus keine Bedrohung für das römische Reich war.
Lennox fährt fort:
Ihm falle auf, dass die neuen Atheisten heute den Christen dieselben Vorwürfe machen, die damals Jesus vorgeworfen wurden, ein Aufwiegler, ein Unfriedenstifter zu sein. Deswegen wollte der römische Gouverneur Pilatus genau wissen, was an der Sache dran sei. Doch der erkannte bei dem Verhör, dass Jesus keine Bedrohung für das römische Reich war.
Lennox fährt fort:
"Das
ist nun wichtig zu wissen, dass Jesus Gewalt verboten hat, und warum
er sie verboten hat. Seine Botschaft handelt von Wahrheit, Liebe,
Vergebung und davon, dass man die Wahrheit nicht mit Gewalt
weiterbringen kann, wie uns das die Geschichte sehr eindeutig lehrt.
So
sollten die neuen Atheisten eigentlich BEGRÜSSEN,
was Jesus hier zu sagen hat, anstatt zu klagen.
Das
ist der erste Punkt.
Der
zweite ist, dass in den Publikationen der neuen Atheisten kein gutes
Wort über Religion gesagt wird, und über das Christentum
insbesondere .
Alles
ist wird schlecht gemacht.
Jürgen
Habermas, der sich selbst als Atheist beschreibt, hat neulich in
einem faszinierenden Buch "Übergänge" erwähnt, dass
wenn wir an Europa denken, an unsere Rechtsgebung, unser
Bildungssystem, unsere Kunst, unsere Kultur, unsere Werte, unsere
Ethik, einzig das Christentum war, das dazu als Grundlage diente, und
wir keine weiteren Optionen hätten. Alles andere sei postmodernes
Geschwätz.
![]() |
| Jesus |
Aber:
kein gutes Wort.
Totales
Schweigen. Die andere Seite ist: Wenn John Lennon singt:
"
Imagine
a wold without religion!", möchte ich – John LennoX,
(!) einen anderen Text vorschlagen:
"Imagine
a world without atheism!"
:
Stell
dir eine Welt ohne Atheismus vor, ohne Stalin, ohne Pol Pot, ohne Mao
- ohne aber-Millionen von Toten-
Kein
Wort von
so einer Welt in den Büchern der neuen Atheisten! Stattdessen solche
wie dieses von Dawkins :
"Ich
kann mir keinen Atheisten vorstellen, der bereit wäre, einen Dom zu
vernichten."
Hat
er Russland nie besucht?
![]() |
| DDR Plakat |
So
viele leere Domplätze habe ich in Russland besucht, wo Stalin die
Dome entweder vernichtet oder zu einem Museum des Atheismus umgebaut
hat. Aber Dawkins kann sich so etwas nicht vorstellen. Das heißt,
hier ist die Strategie:
Die
Strategie ist, Religion total schlecht zu machen, und auf der anderen
Seite Atheismus total zu schonen.
Beides
ist falsch, und beides hängt zusammen mit dem fehlerhaften
Verständnis der Geschichte. Ich erwartete von Dawkins, gegen die
Theologie zu sein, was ich aber nicht erwartet habe, ist, dass er
gegen die Geschichte ist, und das ist eine äußerst gefährliche
Tendenz.
Sie
wollen offensichtlich nicht, dass wir 2 und 2 zusammenzählen, und
für sie ist Atheismus nicht gefährlich...."
(Als
Nächstes stellt Prof Lennox bei Minute 55:18
die Frage: Wie kann ein negativer Begriff Konsequenzen haben? )
Hier
endet der Auszug des Vortrags, der sich übrigens lohnt, in seiner
ganzen Länge aufmerksam verfolgt zu werden, denn Herr Prof. Lennox
steigt ab hier erst richtig in die Thematik ein.
*
Es
ist nicht liberaler Atheismus, der Glauben zwar
belächelt, aber dennoch toleriert, sondern neuerdings der radikale
Atheismus, der allein die Macht erringen und über allem stehen will. Es ist ein geradezu feindliches Gebaren, das der neue
Atheismus an den Tag legt, so als ob Christen eine Bedrohung darstellen würden.
Der
große Kampf des neuen, radikalen Atheismus als der Vater des
Sozialismus gegen die bereits im freien Fall befindliche, europäische
Werteordnung, verwandt mit allen jenen Kräften, die das Christentum
aus Prinzip ablehnen, es aber nicht dabei belassen können.
Vielmehr soll es aufhören zu existieren, soll so weit wie möglich von der Gesellschaft abgetrennt und verbannt werden. Die Anfeindungen sind immens.
Zwar
deckt Prof. Lennox auf, geht aber nicht direkt auf die Tatsache ein,
dass Denker wie Dawkins im Grunde gar kein wissenschaftliches
Interesse antreibt, sondern ein ideologisches. Man könnte meinen, als ob sie sich große Mühe
geben würden in dem Versuch, einen Irrtum zu beweisen, weil ihnen die
Wahrheit zuwider ist.
Diese Intention ist
unehrlich.
Weder ein Wissenschaftler noch ein Philosoph verdient die
Bezeichnung, der eine derartige Triebfeder hat. Es ist dieselbe
ideologische Triebfeder, die man mit der Meinungshoheit der
politischen Medien teilt.
In
ihrer Begründung, die sie übrigens wenig publizieren, wollen die
neuen Atheisten ein Christentum ausmachen, das schädlich für den
Menschen sei, da es stets einen Unterwürfigen heranzüchtet, der
autoritäres und damit rassistisches Gebaren an seine Nachkommen
weitergibt und sich so in der Weltordnung als unvorteilhaft erweist.
( siehe Frankfurter Schule)
Vor
dem Hintergrund der weltweit organisierten Diskreditierung des
Christentums handelt es sich bei dieser These doch eher um eine
theoretische Konstruktion, wie es etwa auch die Genderforschung ist.
Auch sie wurde ohne weiteres zur Allgemeingültigkeit erhoben, obwohl
sie nicht mehr als eine These ist, die inzwischen als widerlegt gilt.
Um genau zu sein: Es wird scheinargumentiert und diskreditiert, was das Zeug hält. So werden auch Dawkins und seine Kollegen weitflächig als die Wahrheitsbesitzer schlechthin gefeiert.
Um genau zu sein: Es wird scheinargumentiert und diskreditiert, was das Zeug hält. So werden auch Dawkins und seine Kollegen weitflächig als die Wahrheitsbesitzer schlechthin gefeiert.

Die Gesellschaft geradeaus auf dem Weg zu einer gottlosen Gesellschaft, die Kirche fundamental geschwächt, das Wertegerüst von Beliebigkeit gezeichnet? Niemand hat behauptet, Christen wären makellos, aber ohne deren Einfluss würde die Erde durch Anarchie vollends in Blut versinken. Durch den Wertverfall, den auch der Humanismus nicht aufhalten konnte, ist die Welt bisher jedenfalls nicht besser geworden.
Christus ist nicht Mensch geworden, um uns zu zeigen, wie wir ein Gesellschaftssystem entwickeln sollen, aber er liefert wichtige Hinweise auf ein Menschenbild, das sich dazu bestens eignet.
Allen Anfeindungen zum Trotz:
Erfahrene Soziologen sind davon überzeugt, dass es eine gottlose
Gesellschaft ohne Unfreiheit, Sklaverei und Gewalt letztendlich gar
nicht geben kann. In einer säkularisierten Welt mag sich das intergalaktisch anmuten. Man muss aber kein Christ sein, um
anzuerkennen, dass das Christentum in Europa die einzige in Frage kommende Basis für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte ist, die die
Grundpfeiler der freien Gesellschaft sind.
Es bleibt noch immer die Frage, woraus die radikale Aggressivität der neuen Atheisten eigentlich ihre unerschöpfliche Energie bezieht? Wie sich dieser fundamentale Hass erklärt?
Es bleibt noch immer die Frage, woraus die radikale Aggressivität der neuen Atheisten eigentlich ihre unerschöpfliche Energie bezieht? Wie sich dieser fundamentale Hass erklärt?
Man
lässt Wertgegenstände nicht einfach irgendwo liegen in der
Hoffnung, sie würden von niemandem gestohlen. Man kann eben
niemandem trauen. Auch auf Reißbrettern konstruierten Ideologien zur Bildung einer Gesellschaft nicht.
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