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Walter Krämer: German Angst
Das Faktum ist nicht zu bestreiten: Deutsche Medien produzieren weit mehr Angst- und Panikmeldungen als ihre Konkurrenten in Italien, Frankreich, Spanien, England und den USA. So war etwa von Anfang des Jahres 2000 bis Ende 2010 im redaktionellen Teil der Süddeutschen Zeitung und der Frankfurter Rundschau rund viermal so oft von Asbestbelastung, Dioxinvergiftung, BSE und Schweine- oder Vogelgrippe zu lesen wie im spanischen El Pais, im französischen Figaro, oder in der italienischen la Repubblica. Und dergleichen Meldungen sind in Deutschland nicht nur häufiger, sie haben auch mehr Platz und stehen öfter auf der Seite eins…(Fortsetzung bei der Achse!)German Angst (Achse des Guten)
Von Julian S. Bielicki
German Angst ist ein Begriff in der Welt, der eine kollektive Anfälligkeit, Bereitschaft, Sucht, Manie der Deutschen bezeichnet, nicht nur Angst zu haben, sondern auf Teufel komm raus Angst haben zu wollen. „Wenn der Deutsche beginnt, Angst zu haben, wenn sich ihm die geheimnisvolle deutsche Angst ins Gebein schleicht, dann erst erregt er Schrecken und Mitgefühl. […] Und gerade dann wird der Deutsche gefährlich.“ schreibt Curzi Malaparte in seinem berühmten Roman „Kaputt“. Gerade jährte sich zum fünfundsiebzigsten Mal die Reichspogromnacht, der Anfang der Ermordung der europäischen Juden durch Deutsche. Wieso haben Deutsche es getan? Weil sie böse wären? Nein, Deutsche sind keine bösen Menschen, sie pflegen jedoch das kollektive Gefühl der Angst, wie ein sie wärmendes Kaminfeuer -nichts dagegen, sie sollen aber dazu nicht Juden verwenden. In einem sich selbst verstärkenden Gefühl der Angst vor ihrem Phantombild der Juden, der Bolschewiken, der Juden als Bolschewiken, der Juden als Kapitalisten, der Juden als Unglück der Deutschen, haben Deutsche einen Angstwahn entwickelt, aus dem heraus sie überzeugt waren, durch die Vernichtung der Juden würden sie das Böse in der Welt vernichten. Einen solchen deutschen Angstfuror hegen Deutsche heute in ihrer Angst vor allem Möglichem, vor Umweltgiften, vor Erziehungsfehlern, vor Kapitalismus, vor Amerika, vor Israel, vor Pädophilen, und und und, die Aufzählung könnte ich unendlich fortsetzen. Die Nazis, die deutsche Volksgemeinschaft, die Mörder der Völker Europas, hielten sich für hoch moralisch und meinten, durch ihren Krieg gegen das vermeintlich Böse, die Welt zu retten, vor allem das christliche Abendland. Heinrich Himmler hat 1943 in einer Rede vor SS-Offizieren, Reichs- und Gauleitern den Mord an Juden moralisch rechtfertigt und als Heldentat glorifiziert, er sagte: „Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ ‘ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ […] Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. […] Wir hatten das moralische Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen.“
Hütet Euch vor Moralisten, die Welt retten wollen, es sind die schlimmsten Menschenschinder der Weltgeschichte! Eher kann man auf Menschlichkeit bei einem Dieb, Betrüger, bei einem Kriminellen rechnen, als bei einem Moralisten. Denn Moral ist aus psychoanalytischer Sicht die triebhafte Aggression, die ins Gehirn als erstarrte moralische Kacke eingewandert ist und dort Terror ausübt, gegen den Einzelnen und gegen Alle. Diesen aggressiven Ausdruck der „toten Masse“, wie Freud die Moral als Scheisse bezeichnet hat, finden Sie in der Empörung. Denn von der Empörung zum Mord ist nur ein kleiner Schritt, denn der Empörte ist von der moralischen Richtigkeit seiner Empörung ja überzeugt. Ja, kann jemand fragen, aber wenn nicht die Moral, dann woran soll sich der Mensch richten? An dem Mitgefühl soll sich der Mensch richten. Wer mitfühlen kann, braucht keine Moral. Denn auch Tiere helfen sich manchmal gegenseitig in Not, ohne jegliche Moral. Sonst ist diese Angst nur ein Alibi für Aggressionen, die dahinter geführt werden. Vorne Angst, dahinter Hass.
Es gibt natürlich auch neurotische Angst, Menschen die ängstlich sind, ohne daß sie aggressiv werden, die kann aber nur ein Fachmann vom Rest der Angstaktivisten unterscheiden, denn wenn alle Angst äußern, dann weiß der wirklich Ängstliche den Unterschied nicht.
Aber diese Angst ist für die sprichwörtliche Katze, denn zum Leben braucht man Mut, und dieses Wort werden Sie in Deutschland kaum hören, so viel wird ständig von Angst geredet und es wird Angst propagiert, jede Woche wird ein anderer Weltuntergang prophezeit. Googelt man z.B. Westerwelle warnt, erhält man ungefähr 252.000 Ergebnisse.
Mut bedeutet nicht, daß man keine Angst hat, denn wenn man gar keine Angst hat, dann ist man entweder ein Idiot, oder besoffen. Mut bedeutet, daß man die Angst überwindet. Daß man das tut, was man für richtig hält, auch wenn ein Risiko besteht, daß es nicht klappt. Denn sonst kann man sich gleich die Kugel geben, denn das Leben enthält immer Risiken. Aber auch Chancen. Sonst hätten die Germanen nicht von Skandinavien aus ganz Europa 250 Jahre lang durchgewandert, bis nach Afrika, aus Neugierde, was es denn hinter dem Horizont so alles gibt? Und Columbus wäre nicht nach Amerika gesegelt, und wir würden immer noch auf den Bäumen sitzen, denn alles außer der Mutti ist gefährlich.
Wie man aber mit Mut, Fleiß und Kreativität aus seiner Misere herauskommen kann, erzählt folgende wahre Geschichte:
Es gibt ein Mühlheim hinter Offenbach, da fährt man schnurstracks durch, wenn man zum Grünen See oder nach Seligenstadt will oder so. Mühlheim hinter Offenbach sieht etwa wie eine amerikanische Kleinstadt aus, auf der Straße keine Menschen und man fährt an Schildern vorbei, die „Jacqueline ´s Haarstudio“, „Finanzberatung Schmidt“ und „Fachpraxis für Physiotherapie“ ankündigen. Irgendwie das Dreigespann dieser Geschäfte ist in jeder hessischen Kleinstadt zu sehen, Haarstudio, Finanzberatung und Physiotherapie. Meistens kommt noch „Café Rimini“ oder „Trattoria Amalfi“ dazu. Ich sehe es gerne und es erspart mir weite Reise nach USA. In diesem Mühlheim lebte eine junge Frau, die in einer Handyfabrik gearbeitet hat, so ähnlich wie in Aki Kaurismäkis Film „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“. Auch sein neuester Film „Le Havre“ ist sehr empfehlenswert. Wenn ich schon bei Finnland angelangt bin, dann war es auch eine Nokia-Niederlassung. Diese Fabrik wurde geschlossen, als Nokia in eine Finanzkrise geriet und damals gab es noch keine Rettungsschirme, wie heute. Also wurde diese junge Frau arbeitslos. Sie saß zu Hause und war immer mehr traurig, denn es war eine sehr tüchtige Frau. Da fiel der jungen Frau ein, daß in dem Haus, in dem sie wohnte, sich auch eine Kleintierpraxis befand. Und sie sprach den Tierarzt darauf an, ob er ihr nicht Kundschaft für Kleintierbestattung vermitteln würde? Warum nicht, dachte der Tierarzt, es gibt ja so viele Menschen die ihr Hündchen, Kätzchen, Kaninchen, Hamster usw. nicht dem ungewissen Ausgang aus diesem Leben überlassen möchten. Und die junge Frau fing an am Grünen See, zwar im Naturschutzgebiet, es handelte sich aber um regenerierbare Energieabfallprodukte, die Aktion war also grün wie sonstwas, sie fing also dort feierlich, in schwarz gekleidet, mit einem Gedicht, das sie selbst anfertigte, die armen Verschiedenen und die noch ärmsten Hinterbliebenen mit einer Beisetzung die sich gewaschen hat, zum letzten Abschied zu geleiten. Das Geschäft lief unerwartet gut an. Da fiel der jungen Frau ein, sie könnte ja auch eine Zierfischbestattung anbieten. Sie heuerte einen alten Mann mit einem Holzruderboot an, sie strichen das Boot schwarz an, der Charon wurde auch schwarz eingekleidet und der jeweils verschiedene Kleinfisch (es gab aber auch ein Seepferdchen) wurde in ein mit Wasser gefülltes Rundglas eingesetzt, das Glas wurde mit einem geschwärzten Verbandsmull zugedeckt und die Trauergesellschaft fuhr mit dem Boot auf den See, wo die Bestatterin letzte Worte sprach, während die Trauernde ihr schluchzend im Arm hing und der Bootsfahrer düster ins grüne Wasser starte. Die besonders tüchtige und offenbar ebenso kreative junge Frau entwickelte eine weitere Geschäftsidee und bot dazu noch Beisetzungen vom Gefiederten an. Dazu engagierte sie drei Hornbläser aus dem benachbarten Jägerverein, die grün-schwarz gekleidet in voller Bewaffnung auf der Brücke, die über den grünen See führt, jeweils zu abendlichen Stunden zunächst „Ich hatte einen Kameraden“ spielten, dann den kleinen Vogel in eine schwarze Alufolie einpackten und in eine kleine tragbare Tontaubenkanone stopften. Dann wurde die Kanone abgefeuert und die drei Jäger schossen mit ihren Schrottflinten den Vogel ab, dessen Gefieder in den schwachen Strahlen der untergehenden Sonne langsam zu Wasser schwenkte. Ach, war es schön! Die junge Frau konnte dadurch zu ihrem ALG2 ganz schön dazu verdienen, und wenn sie noch lebt, dann ist sie glücklich und zufrieden.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, daß man mit Fleiß, Mut und Kreativität aus seiner Misere herauskommen kann.
Siehe auch: http://psychosputnik.wordpress.com/2013/11/17/german-angst/
German Angst ist ein Begriff in der Welt, der eine kollektive Anfälligkeit, Bereitschaft, Sucht, Manie der Deutschen bezeichnet, nicht nur Angst zu haben, sondern auf Teufel komm raus Angst haben zu wollen. „Wenn der Deutsche beginnt, Angst zu haben, wenn sich ihm die geheimnisvolle deutsche Angst ins Gebein schleicht, dann erst erregt er Schrecken und Mitgefühl. […] Und gerade dann wird der Deutsche gefährlich.“ schreibt Curzi Malaparte in seinem berühmten Roman „Kaputt“. Gerade jährte sich zum fünfundsiebzigsten Mal die Reichspogromnacht, der Anfang der Ermordung der europäischen Juden durch Deutsche. Wieso haben Deutsche es getan? Weil sie böse wären? Nein, Deutsche sind keine bösen Menschen, sie pflegen jedoch das kollektive Gefühl der Angst, wie ein sie wärmendes Kaminfeuer -nichts dagegen, sie sollen aber dazu nicht Juden verwenden. In einem sich selbst verstärkenden Gefühl der Angst vor ihrem Phantombild der Juden, der Bolschewiken, der Juden als Bolschewiken, der Juden als Kapitalisten, der Juden als Unglück der Deutschen, haben Deutsche einen Angstwahn entwickelt, aus dem heraus sie überzeugt waren, durch die Vernichtung der Juden würden sie das Böse in der Welt vernichten. Einen solchen deutschen Angstfuror hegen Deutsche heute in ihrer Angst vor allem Möglichem, vor Umweltgiften, vor Erziehungsfehlern, vor Kapitalismus, vor Amerika, vor Israel, vor Pädophilen, und und und, die Aufzählung könnte ich unendlich fortsetzen. Die Nazis, die deutsche Volksgemeinschaft, die Mörder der Völker Europas, hielten sich für hoch moralisch und meinten, durch ihren Krieg gegen das vermeintlich Böse, die Welt zu retten, vor allem das christliche Abendland. Heinrich Himmler hat 1943 in einer Rede vor SS-Offizieren, Reichs- und Gauleitern den Mord an Juden moralisch rechtfertigt und als Heldentat glorifiziert, er sagte: „Ich meine jetzt die Judenevakuierung, die Ausrottung des jüdischen Volkes. Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet’, sagt ein jeder Parteigenosse‚ ‘ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung, machen wir.’ […] Von allen, die so reden, hat keiner zugesehen, keiner hat es durchgestanden. Von Euch werden die meisten wissen, was es heißt, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht. Dies ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte. […] Wir hatten das moralische Recht, wir hatten die Pflicht gegenüber unserem Volk, dieses Volk, das uns umbringen wollte, umzubringen.“
Hütet Euch vor Moralisten, die Welt retten wollen, es sind die schlimmsten Menschenschinder der Weltgeschichte! Eher kann man auf Menschlichkeit bei einem Dieb, Betrüger, bei einem Kriminellen rechnen, als bei einem Moralisten. Denn Moral ist aus psychoanalytischer Sicht die triebhafte Aggression, die ins Gehirn als erstarrte moralische Kacke eingewandert ist und dort Terror ausübt, gegen den Einzelnen und gegen Alle. Diesen aggressiven Ausdruck der „toten Masse“, wie Freud die Moral als Scheisse bezeichnet hat, finden Sie in der Empörung. Denn von der Empörung zum Mord ist nur ein kleiner Schritt, denn der Empörte ist von der moralischen Richtigkeit seiner Empörung ja überzeugt. Ja, kann jemand fragen, aber wenn nicht die Moral, dann woran soll sich der Mensch richten? An dem Mitgefühl soll sich der Mensch richten. Wer mitfühlen kann, braucht keine Moral. Denn auch Tiere helfen sich manchmal gegenseitig in Not, ohne jegliche Moral. Sonst ist diese Angst nur ein Alibi für Aggressionen, die dahinter geführt werden. Vorne Angst, dahinter Hass.
Es gibt natürlich auch neurotische Angst, Menschen die ängstlich sind, ohne daß sie aggressiv werden, die kann aber nur ein Fachmann vom Rest der Angstaktivisten unterscheiden, denn wenn alle Angst äußern, dann weiß der wirklich Ängstliche den Unterschied nicht.
Aber diese Angst ist für die sprichwörtliche Katze, denn zum Leben braucht man Mut, und dieses Wort werden Sie in Deutschland kaum hören, so viel wird ständig von Angst geredet und es wird Angst propagiert, jede Woche wird ein anderer Weltuntergang prophezeit. Googelt man z.B. Westerwelle warnt, erhält man ungefähr 252.000 Ergebnisse.
Mut bedeutet nicht, daß man keine Angst hat, denn wenn man gar keine Angst hat, dann ist man entweder ein Idiot, oder besoffen. Mut bedeutet, daß man die Angst überwindet. Daß man das tut, was man für richtig hält, auch wenn ein Risiko besteht, daß es nicht klappt. Denn sonst kann man sich gleich die Kugel geben, denn das Leben enthält immer Risiken. Aber auch Chancen. Sonst hätten die Germanen nicht von Skandinavien aus ganz Europa 250 Jahre lang durchgewandert, bis nach Afrika, aus Neugierde, was es denn hinter dem Horizont so alles gibt? Und Columbus wäre nicht nach Amerika gesegelt, und wir würden immer noch auf den Bäumen sitzen, denn alles außer der Mutti ist gefährlich.
Wie man aber mit Mut, Fleiß und Kreativität aus seiner Misere herauskommen kann, erzählt folgende wahre Geschichte:
Es gibt ein Mühlheim hinter Offenbach, da fährt man schnurstracks durch, wenn man zum Grünen See oder nach Seligenstadt will oder so. Mühlheim hinter Offenbach sieht etwa wie eine amerikanische Kleinstadt aus, auf der Straße keine Menschen und man fährt an Schildern vorbei, die „Jacqueline ´s Haarstudio“, „Finanzberatung Schmidt“ und „Fachpraxis für Physiotherapie“ ankündigen. Irgendwie das Dreigespann dieser Geschäfte ist in jeder hessischen Kleinstadt zu sehen, Haarstudio, Finanzberatung und Physiotherapie. Meistens kommt noch „Café Rimini“ oder „Trattoria Amalfi“ dazu. Ich sehe es gerne und es erspart mir weite Reise nach USA. In diesem Mühlheim lebte eine junge Frau, die in einer Handyfabrik gearbeitet hat, so ähnlich wie in Aki Kaurismäkis Film „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“. Auch sein neuester Film „Le Havre“ ist sehr empfehlenswert. Wenn ich schon bei Finnland angelangt bin, dann war es auch eine Nokia-Niederlassung. Diese Fabrik wurde geschlossen, als Nokia in eine Finanzkrise geriet und damals gab es noch keine Rettungsschirme, wie heute. Also wurde diese junge Frau arbeitslos. Sie saß zu Hause und war immer mehr traurig, denn es war eine sehr tüchtige Frau. Da fiel der jungen Frau ein, daß in dem Haus, in dem sie wohnte, sich auch eine Kleintierpraxis befand. Und sie sprach den Tierarzt darauf an, ob er ihr nicht Kundschaft für Kleintierbestattung vermitteln würde? Warum nicht, dachte der Tierarzt, es gibt ja so viele Menschen die ihr Hündchen, Kätzchen, Kaninchen, Hamster usw. nicht dem ungewissen Ausgang aus diesem Leben überlassen möchten. Und die junge Frau fing an am Grünen See, zwar im Naturschutzgebiet, es handelte sich aber um regenerierbare Energieabfallprodukte, die Aktion war also grün wie sonstwas, sie fing also dort feierlich, in schwarz gekleidet, mit einem Gedicht, das sie selbst anfertigte, die armen Verschiedenen und die noch ärmsten Hinterbliebenen mit einer Beisetzung die sich gewaschen hat, zum letzten Abschied zu geleiten. Das Geschäft lief unerwartet gut an. Da fiel der jungen Frau ein, sie könnte ja auch eine Zierfischbestattung anbieten. Sie heuerte einen alten Mann mit einem Holzruderboot an, sie strichen das Boot schwarz an, der Charon wurde auch schwarz eingekleidet und der jeweils verschiedene Kleinfisch (es gab aber auch ein Seepferdchen) wurde in ein mit Wasser gefülltes Rundglas eingesetzt, das Glas wurde mit einem geschwärzten Verbandsmull zugedeckt und die Trauergesellschaft fuhr mit dem Boot auf den See, wo die Bestatterin letzte Worte sprach, während die Trauernde ihr schluchzend im Arm hing und der Bootsfahrer düster ins grüne Wasser starte. Die besonders tüchtige und offenbar ebenso kreative junge Frau entwickelte eine weitere Geschäftsidee und bot dazu noch Beisetzungen vom Gefiederten an. Dazu engagierte sie drei Hornbläser aus dem benachbarten Jägerverein, die grün-schwarz gekleidet in voller Bewaffnung auf der Brücke, die über den grünen See führt, jeweils zu abendlichen Stunden zunächst „Ich hatte einen Kameraden“ spielten, dann den kleinen Vogel in eine schwarze Alufolie einpackten und in eine kleine tragbare Tontaubenkanone stopften. Dann wurde die Kanone abgefeuert und die drei Jäger schossen mit ihren Schrottflinten den Vogel ab, dessen Gefieder in den schwachen Strahlen der untergehenden Sonne langsam zu Wasser schwenkte. Ach, war es schön! Die junge Frau konnte dadurch zu ihrem ALG2 ganz schön dazu verdienen, und wenn sie noch lebt, dann ist sie glücklich und zufrieden.
Das ist ein gutes Beispiel dafür, daß man mit Fleiß, Mut und Kreativität aus seiner Misere herauskommen kann.
Siehe auch: http://psychosputnik.wordpress.com/2013/11/17/german-angst/
Kategorie(n): Inland
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