Sonntag, 13. März 2016

Martin Gillo und der Zukunftsdeutsche


Als CDU - Mitglied des sächsischen Langtags und Ausländerbeauftragter Sachsens war Prof. Dr. Martin Gillo wohl ein Wegbereiter des bis heute anhaltenden Bevölkerungsaustauschs.

Wie man auf seiner damaligen Webseite  nachvollziehen kann, steht er den drohenden muslimischen Mehrheiten äußerst gelassen gegenüber. Dass der Islam aus solchen Mehrheiten erwartungsgemäß seine ganz eigenen Vorteile zieht, und das seit 1400 Jahren auf die selbe Weise, lässt er dabei natürlich völlig außen vor.

Die rührende Harmlosigkeit gegenüber einer vereinnahmenden Ideologie zeugt von gefährlicher Naivität.

  Im Januar 2012 begibt sich Martin Gillo auf die Suche nach der politisch korrekten Bezeichnung des "Deutschen".
Und auf die Suche nach Antworten auf Fragen des zukünftigen mulitkulturellen Miteinanders, oder besser, des monokulturellen Miteinanders unter islamischer Mehrheit.  Denn die wird sich rein demografisch ergeben.

Herr Gillo ist nämlich Zukunftsforscher. Als Ausländerbeautragter Sachsens steht er für alles das, was man de facto unter Bevölkerungsautausch versteht.

 In seiner Vision 2035 sind die Deutschen "Herkunftsdeutsche", und Einwanderer "Zukunftsdeutsche"

Sein Optimismus dabei ist bemerkenswert:
"Alle Deutschen werden Brüder!"
Die These:  Je  mehr Wohlwollen der Herkunftsdeutsche den Zukunftsdeutschen entgegenbringt, desto mehr werden diese eines Tages ihm dies in überwältigender Dankbarkeit, Liebe und Zuwendung zurückgeben!
Ein paar Kostproben:

"Wir Herkunftsdeutsche tun gut daran, darüber nachdenken, wie jeder Zukunftsdeutscher möglichst schnell einer von uns werden kann."

"Ich schlage vor, dass wir uns genau anschauen, wie diskriminierend wir heute noch mit den Zukunftsdeutschen umgehen. Genauso werden sie mit uns dann umgehen."

"Das Thema mag noch etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Doch aufgepasst, liebe Herkunftsdeutsche: Unsere Antworten werden unser Leben prägen. In spätestens 25 Jahren, wenn wir fragen, wie wir eine/r von den Zukunftsdeutschen werden können."


Diese Seite www.martin-gillo.de, von der die folgende Kopie stammt, wurde später vom Netz genommen.



Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter in Deutschland
30. Januar 2012
Wie wird man Bayer? Man erbt in der dritten Generation in Bayern. Wer also in München geboren ist, aber von Eltern abstammt, die z.B. von Berlin nach Bayern kamen, der ist „ein in München geborener Preuße“. Wie bitte? Genau. Er sollte zum Oktoberfest besser auf eine bayerische Tracht verzichten und Lederhosen denen überlassen, die schon seit Generationen in Bayern wohnen.

Wie ist das eigentlich mit denen, die in München geboren wurden, deren Eltern aber aus der Türkei zugewandert sind? Nach der Preußen-Bezeichnung für unseren in München geborenen würde man ihn dann weiterhin einen Türken nennen, obwohl er ja in Bayern geboren wurde. Aber er ist doch ein Deutscher! Das ist doch Blödsinn!

Wir Deutschen sind manchmal zu erfindungsreich, und so haben wir auch schon eine Bezeichnung dafür gefunden: Die Bio-Deutschen und die Pass-Deutschen. Wer das für eine angemessene Beschreibung hält, den möchte ich daran erinnern, dass diese Unterscheidung von den rechten Anti-Demokraten kommt. Bei denen gibt es auch solche, die versucht haben, Passdeutsche durch Terror und Mord aus Deutschland zu vertreiben. Siehe den selbsternannten Nazi Untergrund.

Leider machen wir Unterschiede zwischen Deutschen und Deutschen – wieder einmal. Wenn schon sprachliche Differenzierung, wie wäre es mit Herkunfts- und Zukunftsdeutschen? Herkunftsdeutsche, das sind wir, die über ihre Familienherkunft von Eltern abstammen, die auch deutsch sind/waren.

Zukunftsdeutsche, das sind unsere Neuzugänge, die sich für Deutschland entschieden haben, und für die unser gemeinsames Land kulturell ihre zweite Heimat ist. Warum Zukunftsdeutsche? Weil sie zu unserer Zukunft gehören. Und weil sie in der Zukunft die Mehrheit in Deutschland darstellen werden. Ja, das ist richtig geschrieben.

Nach gegenwärtigen Berechnungen werden Menschen mit Migrations-hintergrund schon im Jahr 2035 die Mehrheit in unserer Bevölkerung darstellen. Das ist weniger als eine Generation! Das liegt uns genauso nahe, wie die friedliche 1989er Revolution von heute, also 2012 entfernt ist.

Ab 2035 beginnt ein neues Zeitalter! Es wird ein Zeitalter sein, in dem wir Herkunftsdeutschen in unserem Land die Minderheit darstellen werden. Wie werden wird dann behandelt sein wollen? Freundlich, höflich und dazugehörig zu den Zukunftsdeutschen? Oder werden wir uns damit zufriedengeben, als geschützte Minderheit zumindest geduldet werden? Ist es okay, wenn wir dann so behandelt werden, wie wir die Zukunftsdeutschen heute noch oft behandeln?

Ich schlage vor, dass wir uns genau anschauen, wie diskriminierend wir heute noch mit den Zukunftsdeutschen umgehen. Genauso werden sie mit uns dann umgehen.

Mein Gefühl ist, dass es für Zukunftsdeutsche gegenwärtig noch fast unmöglich ist, „einer von uns zu werden“. Ich traf mich im Freiberger Raum vor einigen Monaten mit einer Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zu diesem Thema. Dazu gehört unter anderem die Frage, ob der Islam zu Deutschland gehört. Bei mittlerweile schon 4,5 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürgern muslimischen Glaubens liegt die Frage auf der Hand.

Die Antwort war mehrheitlich ausgrenzend: Muslime gehören nicht zu uns in Deutschland, auch wenn sie einen deutschen Pass haben sollten, sich voll in unsere Gesellschaft integriert haben, gute Bildung vorweisen können und all das erfüllt haben, was selbst die konservativsten unter uns verlangen. Ihre Religion sei nicht vereinbar mit der christlichen Tradition. Komisch nur, dass die Teilnehmer kein Problem mit den Säkularen haben, die auch nicht vereinbar mit der christlichen Tradition sind.

Ebenso ausgegrenzt bleiben auch diejenigen Zukunftsdeutschen, die einfach nur anders aussehen als wir. Nehmen wir den Sänger Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“). Er ist in den Medien so beliebt, dass er es zu schaffen scheint, bei allen Sylvesterparties gleichzeitig im Fernsehen aufzutreten. Auch beim Semperopernball in Dresden ist er natürlich dabei. Ist er als Zukunftsdeutscher einer von uns, mit seiner afrikanischen Abstammung? Stellen Sie sich doch einfach die Frage.

Wir Herkunftsdeutsche tun gut daran, darüber nachdenken, wie jeder Zukunftsdeutscher möglichst schnell einer von uns werden kann. Wer eine konstruktive Idee hat, der/sie ist eingeladen, am 5. Februar zur Matinee nach Dresden ins Hygienemuseum zu kommen. Dort werde einige Kollegen und ich mit den Besuchern gemeinsam über diese Frage nachdenken. 

Die Veranstaltung beginnt um 11 Uhr.
Das Thema mag noch etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen. Doch aufgepasst, liebe Herkunftsdeutsche: Unsere Antworten werden unser Leben prägen. In spätestens 25 Jahren, wenn wir fragen, wie wir eine/r von den Zukunftsdeutschen werden können.

Oder es gelingt uns doch noch bald, den unsäglichen Graben zwischen Herkunfts- und Zukunftsdeutschen zu überwinden?

Gutes Gelingen diese Woche wünscht

Euer/Ihr Martin Gillo 

 
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